Ein Briefing ist gut, wenn danach niemand mehr nachfragen muss. Wir schauen uns an, welche sieben Fragen es beantwortet, warum Mengen mehr wert sind als Adjektive — und was Rückfragen im Jahr kosten.
·7 Minuten Lesezeit
Was Rückfragen kosten
Eine Rückfrage dauert selten lange. Sie unterbricht aber zwei Seiten, wartet auf Antwort und kommt in Projekten regelmäßig zwölfmal vor.
12 Rückfragen × 20 Minuten = 4 Stunden je Projekt
Bei 25 Projekten im Jahr sind das 100 Stunden, zum Mischsatz von 95 € rund 9.500 €. Ein besseres Briefing kostet dagegen eine halbe Stunde.
Dazu kommt der zweite Preis: Jede Rückfrage verschiebt den Start, und jeder verschobene Start frisst Puffer im Terminplan.
Die sieben Fragen, die ein Briefing beantwortet
Frage
Gut beantwortet heißt
Was soll erreicht werden?
Ein Ziel mit Zahl oder Zeitpunkt, nicht „mehr Sichtbarkeit“
Für wen?
Eine Hauptzielgruppe, notfalls zwei — mehr wird beliebig
Was ist die Botschaft?
Ein Satz, den die Zielgruppe danach wiedergeben kann
Was genau wird geliefert?
Mengen: sechs Seitentypen, zwanzig Seiten, drei Formate
Was ist gesetzt?
Marke, Sprache, Technik, rechtliche Vorgaben
Bis wann?
Endtermin plus die Termine, an denen der Kunde liefert
Woran wird der Erfolg gemessen?
Eine Größe, die nach dem Projekt tatsächlich vorliegt
Sieben Antworten passen auf eine Seite. Wer mehr schreibt, verliert Leser; wer weniger schreibt, bekommt die Fragen später zurück.
Mengen statt Adjektive
„Modern“, „hochwertig“ und „aufgeräumt“ beschreiben Geschmack, nicht Arbeit. Kalkulieren lässt sich damit nichts, freigeben auch nicht.
Statt: moderne Website
Sechs Seitentypen, zwei Bildwelten, eine Vorlage für Beiträge, zwanzig gepflegte Seiten
Statt: ein paar Anpassungen
Zwei Korrekturschleifen je Entwurf, jede weitere als benannte Zusatzleistung
Aus Mengen entstehen Stunden, aus Stunden ein Angebot. Genau deshalb ist das Briefing der erste Schritt der Kalkulation und nicht nur ein Vorspann.
Das Gegenbriefing macht den Unterschied
Fasse das Briefing in eigenen Worten zusammen und schicke es zurück. Eine halbe Seite genügt: Ziel, Umfang mit Mengen, Termine, was du vom Kunden brauchst.
Dieser eine Schritt deckt Missverständnisse auf, solange sie nichts kosten. Wird das Gegenbriefing bestätigt, hast du zugleich die Grundlage für jeden späteren Nachtrag.
Der beste Zeitpunkt ist direkt nach dem Kickoff, spätestens vor dem Angebot.
So hilft dir worqy dabei
Mit worqy bleibt das Briefing dort, wo gearbeitet wird — am Projekt statt in einem Postfach.
Die Projektbeschreibung als Briefing
Ziel, Umfang und Rahmen stehen im Projekt selbst. worqy ai unterstützt dich beim Formulieren von Projektname und Beschreibung.