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Was deine erfassten Stunden verraten

Erfasste Stunden sind kein Archiv, sondern eine Entscheidungsgrundlage. Wir werten ein Agenturjahr aus: 1.207 Stunden auf vier Kunden — und sehen, welcher davon wirklich trägt.

8 Minuten Lesezeit

Vier Fragen, die deine Stunden beantworten

Aus denselben Buchungen lassen sich vier Blickwinkel bilden. Jeder führt zu einer anderen Entscheidung.

Welcher Kunde trägt?

Erlös geteilt durch Stunden — die Antwort überrascht öfter, als man denkt.

Welche Leistung ist zu knapp kalkuliert?

Dieselbe Position über mehrere Projekte gelegt zeigt das Muster.

Wie hoch ist die buchbare Quote?

Der Anteil der Anwesenheit, der auf Kundenprojekte geht — die Stellschraube deines Stundensatzes.

Wo entsteht interne Arbeit?

Akquise, Verwaltung, Weiterbildung: sichtbar gemacht, statt im Rest zu verschwinden.

Der Kundenblick: Erlös je Stunde

Vier Kunden, ein Jahr, jeweils ohne durchgereichte Fremdkosten gerechnet:

Kunde Modell Erlös Stunden Je Stunde
Musterbau Festpreis 36.020 € 390 92 €
Nordlicht Monatspauschale 34.200 € 408 84 €
Feinkost Weber Festpreis 18.500 € 165 112 €
Stadtwerke Nach Aufwand 21.400 € 244 88 €
Gesamt 110.120 € 1.207 91 €

Der größte Kunde ist nicht der beste.

Feinkost Weber bringt mit einem Siebtel der Stunden den höchsten Satz. Nordlicht liegt mit 84 € unter dem Listenpreis von 90 € — die Pauschale wird bei 34 Stunden im Monat ausgeschöpft und gehört auf den Prüfstand.

Diese Tabelle ist die Grundlage für zwei Gespräche: eines über die Anpassung der Pauschale, eines über mehr Projekte der Art, die Feinkost Weber beauftragt.

Der Leistungsblick: dasselbe Muster in jedem Projekt

Wenn die Leistungen in allen Projekten gleich heißen, lassen sie sich übereinanderlegen. Dann zeigt sich, welche Position regelmäßig länger dauert als kalkuliert — und um wie viel.

Im Beispiel der Kalkulationsserie waren es 60 geschätzte gegen durchschnittlich 71 erfasste Stunden im Screendesign. Diese elf Stunden sind kein Ausrutscher, sondern der neue Ansatz für das nächste Angebot.

Die Auswertung braucht dafür keine Statistik. Drei vergleichbare Projekte reichen, um aus einer Vermutung eine Zahl zu machen.

Die buchbare Quote: die stärkste Stellschraube

Jede Person hat rund 1.672 Anwesenheitsstunden im Jahr. Entscheidend ist, welcher Anteil davon auf Kundenprojekte geht.

Rolle Anwesenheit Auf Kundenprojekte Quote
Gestaltung 1.672 1.290 77 %
Umsetzung 1.672 1.170 70 %
Beratung 1.672 1.005 60 %
Geschäftsführung 1.672 900 54 %

Zehn Prozentpunkte sind 167 Stunden — rund 15.900 €.

Deshalb bewegt die Quote den Stundensatz stärker als jede Preiserhöhung um fünf Euro.

Wichtig bei dieser Zahl: Sie bewertet Rollen, nicht Menschen. Beratung und Geschäftsführung haben zu Recht eine niedrigere Quote, weil Akquise, Führung und Verwaltung genauso zur Agentur gehören. Die Quote ist eine Planungsgröße für die Kalkulation — kein Leistungsurteil.

Interne Zeiten sind auch Daten

Wer Akquise, Verwaltung und Weiterbildung als eigene interne Projekte führt, bekommt die zweite Hälfte des Bildes. Aus „502 nicht gebuchte Stunden“ wird dann eine Aufteilung, mit der sich arbeiten lässt.

Das zahlt direkt auf die Kalkulation ein: Die anteiligen Kosten für Verwaltung und Akquise stecken im Stundensatz. Je genauer du sie kennst, desto belastbarer ist der Satz, mit dem du anbietest.

Dreißig Minuten im Monat

Erlös je Stunde für jeden aktiven Kunden

Leistungen, die über mehrere Projekte hinweg über Plan liegen

Buchbare Quote je Rolle im Vergleich zum Vormonat

Projekte, auf die länger nichts gebucht wurde

Aus diesen vier Blicken entsteht eine Entscheidung pro Monat. Das genügt, um eine Agentur zu steuern.

So hilft dir worqy dabei

Mit worqy sind diese Auswertungen erfreulich schnell zur Hand. Die erfassten Stunden liegen bereits am Projekt und am Kunden — es braucht nur den passenden Blick darauf.

Monatsberichte je Kunde

Zeitraum wählen und Kennzahlen, Kundenkarten, Projektdetails, Fremdkosten und Artikel ablesen. Die Grundlage für den Erlös je Stunde.

Monatsberichte →

Projektübersicht mit Filtern

Nach Kunde, Verantwortlichen, Status und Reporting-Zeitraum filtern, Kennzahlen vergleichen und das Ergebnis nach Excel exportieren.

Projektübersicht und Auswertung →

Umsatzübersicht über Jahre

Jahresauswahl, Jahresvergleich, Monatsdiagramm und Kundentabelle zeigen, wie sich ein Kunde entwickelt — nicht nur wie ein Monat lief.

Umsatzübersicht →

Reportingdetails im Projekt

Erfasste Zeiten je Zeitraum, der Verlauf und eine Zusammenfassung — auf Wunsch als Zusammenfassung von worqy ai.

Reportingdetails →

Kontakte zeigen ihre Umsätze

In den Kontaktdetails siehst du Projekte und Umsätze eines Kunden an einer Stelle — praktisch vor jedem Jahresgespräch.

Kontaktdetails →

Interne Projekte für interne Zeit

Projekte lassen sich als intern anlegen. Damit erfasst dein Team Akquise und Verwaltung, ohne die Kundenauswertung zu verfälschen.

Projekt anlegen →

Schnell, übersichtlich, unkompliziert — worqy.

Tipp

Sortiere deine Kunden einmal im Jahr nach Erlös je Stunde statt nach Umsatz. Die Reihenfolge, die dabei entsteht, beantwortet die meisten Fragen zur Ausrichtung von allein.

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