Woran du erkennst, ob ein Projekt trägt
Drei Zahlen sagen dir mitten im Projekt, wie es steht. Wir schauen dafür in Woche sechs auf den Website-Relaunch aus der Beispielkalkulation — und rechnen aus, was dort gerade passiert.
8 Minuten Lesezeit
Drei Zahlen sagen dir mitten im Projekt, wie es steht. Wir schauen dafür in Woche sechs auf den Website-Relaunch aus der Beispielkalkulation — und rechnen aus, was dort gerade passiert.
8 Minuten Lesezeit
Ein Projekt braucht kein Kennzahlensystem. Es braucht drei Werte, die du jede Woche in zwei Minuten liest.
Verbrauch
Wie viel des geplanten Aufwands ist gebucht? Je Leistung, nicht nur für das ganze Projekt.
Fortschritt
Wie viel des Ergebnisses steht? Eine Schätzung in Zehnerschritten reicht völlig.
Effektiver Stundensatz
Was verdienst du bei diesem Verlauf pro Stunde? Die Zahl, die am Ende zählt.
Die ersten beiden Werte sind für sich genommen harmlos. Interessant wird ihr Abstand.
Der Relaunch aus der Beispielkalkulation ist mit 354 Stunden geplant. Woche sechs von zwölf, Design läuft, Umsetzung hat begonnen. So sieht es aus:
| Leistung | Geplant | Gebucht | Verbrauch | Fertig |
|---|---|---|---|---|
| Kickoff, Analyse und Konzept | 40 | 36 | 90 % | 100 % |
| Seitenstruktur und Wireframes | 32 | 30 | 94 % | 100 % |
| Screendesign, sechs Seitentypen | 60 | 52 | 87 % | 60 % |
| Technische Umsetzung | 120 | 20 | 17 % | 15 % |
| Inhalte, Test, Launch | 64 | 0 | 0 % | 0 % |
| Projektleitung und Abstimmung | 38 | 18 | 47 % | — |
| Projekt gesamt | 354 | 156 | 44 % | 41 % |
Die Gesamtzahl beruhigt. Die Zeile darüber spricht.
44 % Verbrauch bei 41 % Fortschritt ist im Rahmen. Im Screendesign stehen 87 % Verbrauch gegen 60 % Fortschritt — 27 Punkte Abstand. Genau deshalb wird je Leistung ausgewertet und nicht nur je Projekt.
Der Verbrauch beschreibt die Vergangenheit. Die Hochrechnung beschreibt das Ergebnis. Sie besteht aus einer Division:
Gebuchte Stunden ÷ Fertigstellungsgrad = erwarteter Gesamtaufwand
Screendesign: 52 Stunden ÷ 0,6 = 87 Stunden. Geplant waren 60. Es fehlen also 27 Stunden, das sind 2.565 € — fast der komplette Risikopuffer von 2.650 € aus der Kalkulation.
Diese Zahl ist in Woche sechs verfügbar. Am Ende des Projekts wäre sie nur noch eine Feststellung.
Zwei Schwellen genügen für den Alltag. Liegt der Verbrauch einer Leistung mehr als zehn Punkte über ihrem Fortschritt, gehört das Thema ins Team. Sind es zwanzig Punkte, gehört es ins Kundengespräch.
Umfang schärfen
Zwei der sechs Seitentypen werden aus vorhandenen Vorlagen abgeleitet statt neu gestaltet. Spart im Beispiel rund neun Stunden.
Reihenfolge ändern
Die Umsetzung startet mit den freigegebenen Seitentypen. Das Team arbeitet weiter, während die letzten Entwürfe abgestimmt werden.
Nachtrag anbieten
Die dritte Korrekturschleife war nicht im Angebot. Jetzt benannt, ist sie eine saubere Position — nach dem Launch wäre sie eine Diskussion.
Im Beispiel wirkt der frühe Blick: Aus den hochgerechneten 87 Stunden werden am Ende 78. Achtzehn Stunden über Plan, 1.710 € — der Puffer trägt sie, und das Projekt bleibt in der Spur.
Verbrauch und Fortschritt steuern das Projekt. Ob es sich gelohnt hat, beantwortet eine dritte Zahl:
(Angebotssumme − Fremdkosten) ÷ erwartete Gesamtstunden
38.000 € − 1.980 € = 36.020 €, geteilt durch 390 Stunden: 92 € pro Stunde.
Diesen Wert liest du an drei Marken: Über deinem Listenpreis von 90 € verdient das Projekt wie geplant. Zwischen Listenpreis und den 77 €, die deine Kosten decken, trägt es sich — mit dünnerer Decke. Darunter arbeitet das Team für weniger, als es kostet.
Weil die Zahl schon während des Projekts berechenbar ist, wird sie zum Steuerungswert. Rutscht sie unter den Listenpreis, kennst du die Ursache: eine Leistung, deren Hochrechnung davonläuft.
Sind alle Stunden der Vorwoche gebucht?
Welche Leistung liegt mehr als zehn Punkte über ihrem Fortschritt?
Was sagt die Hochrechnung dieser Leistung?
Bleibt der effektive Stundensatz über dem Listenpreis?
Vier Fragen, zwei Minuten je Projekt. Mehr Steuerung braucht ein laufendes Projekt selten.
Mit worqy ist dieser Wochenblick herrlich unkompliziert. Budget, gebuchte Stunden und Auswertung liegen im selben Projekt — du liest ab, statt zu rechnen.
Verbrauch je Leistung auf einen Blick
Das Projektbudget zeigt je Leistung Budget, bisherige Summe, Stunden, Restbetrag und Restprozentsatz. Die Auslastung ist zusätzlich farblich dargestellt.
Projektbudget →Stunden landen an der richtigen Stelle
Dein Team bucht Zeiten auf Projekt und Leistung. Damit ist die Spalte „Gebucht“ aus der Tabelle jederzeit aktuell, ohne dass jemand nachträgt.
Reporting und Zeiterfassung →Das Dashboard meldet sich zuerst
Module wie „Projekte über Budget“ und „Projekte ohne Reportings“ zeigen dir schon beim Anmelden, welches Projekt deinen Blick braucht.
Dashboard →Reportingdetails im Projekt
Im Projekt siehst du erfasste Zeiten je Zeitraum, den Verlauf und eine Zusammenfassung — auf Wunsch als Zusammenfassung von worqy ai.
Reportingdetails →Alle Projekte nebeneinander
Die Projektübersicht filtert nach Kunde, Verantwortlichen, Status und Zeitraum. So findest du die Projekte, deren Abstand gerade wächst.
Projektübersicht und Auswertung →Der Status hält das Projekt sauber
Reportings laufen nur auf Projekte im Status „läuft“. Wechselt ein Projekt in die Abrechnung, ist der Zeitraum sauber abgeschlossen.
Projektstatus →Schnell, übersichtlich, unkompliziert — worqy.
Frag im Wochenmeeting nach dem Fertigstellungsgrad, nicht nach dem Stand. „Sechzig Prozent“ ist eine Zahl, mit der du rechnen kannst. „Läuft gut“ ist es nicht.
War dieser Beitrag hilfreich?